NRW-Ministerpräsident und CDU-Politiker Laschet forderte mehr Anerkennung für gesellschaftsrelevante Berufe wie die in der Pflege. »Die, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen sind, die, die in den schlecht bezahlten Jobs sind, leisten zum Teil die größte Arbeit«, sagte er bei der zentralen 1.-Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Anerkennung für Menschen in diesen Berufen äußere sich etwa über die Tarifbindung.

Nach der Pandemie müsse es darum gehen, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern, so Laschet. »Die Mitbestimmung auf Betriebs- und Unternehmensebene und die gelebte Sozialpartnerschaft hier in Nordrhein-Westfalen sind wichtige Stärken bei der Gestaltung des digitalen Zeitalters.«

»Schon vorher ein riesengroßes Problem«

Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock machte ebenfalls auf die Lage von Pflegekräften in der Pandemie aufmerksam – aber auch in der Zeit danach. »Es reicht nicht, wenn man Pflegekräften zuklatscht, es reicht nicht, wenn man als Politikerin Danke sagt, und wenn alle geimpft sind, dann gehen wir einfach zu dem Zustand davor zurück«, sagte sie bei einer Kundgebung des DGB in Potsdam.

Schon vor der Krise fehlten laut Baerbock 120.000 Pflegekräfte in Heimen und 50.000 in Krankenhäusern. »Wir hatten schon in den Krankenhäusern, wir hatten in der Altenpflege, schon vorher ein riesengroßes Problem.«

Es gehe um einen vernünftigen Lohn und vernünftige Arbeitsbedingungen, so Baerbock. Solidarität sei in diesen Zeiten »keine Selbstverständlichkeit«. Wie ihr Nachfolgeredner, Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, will Baerbock das Direktmandat bei der Bundestagswahl in Potsdam holen.

Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte höhere Löhne für jene Arbeitnehmer gefordert, die die Pandemie besonders trifft. »Diejenigen, die seit über einem Jahr Coronapandemie unser Land am Laufen halten, in den Krankenhäusern und…