Pokal-Halbfinale
Ungleicher Kampf der Trainer: Kohlfeldt kämpft um Job, Nagelsmann ums Ansehen

Julian Nagelsmann (l.) und Florian Kohfeldt im vergangenen Dezember 

© Stuart Franklin / Getty Images

Im DFB-Pokal-Halbfinale treffen Werder Bremen auf RB Leipzig. Die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein: Werder-Trainer Kohfeldt kämpft um seinen Job, während RB-Coach Nagelsmann wenigstens mit einem Titel nach München abwandern will.

Für Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt geht es am Freitag um mehr als den Einzug ins Finale des DFB-Pokals. Für den Werder-Coach geht es um seinen Job. Nach sieben Liga-Niederlagen in Serie haben die Verantwortlichen Kohfeldt nur eine Job-Garantie für das Halbfinale gegen RB Leipzig gegeben. Treten die Grün-Weißen im Weserstadion ähnlich desolat auf wie zuletzt beim 1:3 bei Union Berlin, dürfte Kohfeldt seinen Posten mit ein paar Tagen Verspätung doch noch verlieren. Bieten die Norddeutschen dem großen Favoriten aus Sachsen gut Paroli und schaffen eventuell sogar die Überraschung, wird Kohfeldt auch eine Woche später in der Partie gegen Bayer Leverkusen auf der Werder-Bank sitzen. Ob er in diesem Fall über das Saisonende hinaus Trainer in Bremen beliebt ist komplett offen.

Trainerbeben: Davon war auch RB Leipzig betroffen. Julian Nagelsmann kündigte seinen Abschied zu den Bayern an – was seine Sympathiewerte bei den Sachsen nicht gerade steigerte. In Jesse Marsch konnte zwar sofort ein Nachfolger für die neue Saison gefunden werden, dennoch hat das Thema beim Tabellenzweiten Spuren hinterlassen. RB-Boss Oliver Mintzlaff baute deshalb auch Druck auf Nagelsmann auf. „Wir erwarten jetzt noch eine Rekordsaison und, dass wir unseren ersten Titel holen“, sagte der Vorstandschef.

Fragezeichen Toprak: Ömer Toprak war der große Stabilisator der Bremer Abwehr in dieser Saison. Seit er fehlt, reiht Werder eine Niederlage an…