Umstrittiener Kandidat
Maaßen vor einem Comeback als Politiker?

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Foto: Michael Reichel/dpa

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Ein Maskenskandal hatte vier Südthüringer CDU-Kreisverbände erschüttert – und ihnen den als gesetzt gegoltenen Bundestagskandidaten gekostet. Nun wollen sie Hans-Georg Maaßen punkten.

Im südthüringischen Suhl entscheiden vier CDU-Kreisverbände, ob sie den früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen (CDU) zu ihrem Direktkandidaten für die anstehende Bundestagswahl machen.

Eine Delegiertenversammlung soll heute über die Personalie abstimmen. Maaßen hatte schon im Vorfeld den Zuspruch der zwei größeren der vier beteiligten Kreisverbände erhalten. Dass die Wahl auf ihn fällt, galt zuletzt als wahrscheinlich. Allerdings sorgten die Pläne auch für Unverständnis und Kritik – auch in den Reihen der Union.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine Kandidatur Maaßens als «schwieriges Signal» bezeichnet. CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet betonte kürzlich in einem Interview, dass sich auch Maaßen daran wird halten müssen, nicht mit der AfD zu kooperieren oder zu sprechen. Auch Thüringens CDU-Chef Christian Hirte war zu den Kandidaturplänen auf Distanz gegangen, hatte aber auch klar gestellt, dass die CDU-Kreisverbände in Südthüringen frei in ihrer Entscheidung seien.

Thüringens früherer Ministerpräsident Bernhard Vogel ging ebenfalls auf Abstand zu Maaßen. Dieser stehe «nicht in der Mitte meiner Partei. Und er passt nicht zum Erscheinungsbild der CDU», sagte der ehemalige CDU-Landeschef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Er müsse die Zuständigkeit der Delegierten des Wahlkreises akzeptieren. «Aber ich erwarte, dass sie auch berücksichtigen, welche Folgen ihre Nominierung für die CDU in Thüringen und in ganz…