Pharmakonzern
Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

Der Pharmakonzerns Astrazeneca kann sich zum Jahresauftakt über steigende Umsätze freuen. Foto: Georg Wendt/dpa

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Das britisch-schwedische Unternehmen hatte angekündigt, dass das Corona-Vakzin während der Pandemie zum Selbstkostenpreis geliefert werde. Dennoch übertrifft der Gewinn die Erwartungen.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat mit seinem Corona-Impfstoff im ersten Quartal fast 300 Millionen Dollar eingenommen – nimmt aber einen geringeren Gewinn hin.

In den ersten drei Monaten lag der Umsatz mit dem Covid-19-Impfstoff weltweit bei rund 275 Millionen Dollar (226,8 Mio Euro), wie das Unternehmen heute in Cambridge mitteilte. Der Kerngewinn je Aktie lag bei 1,63 Dollar und sei wegen des Pandemie-Impfstoffs 3 Cent geringer ausgefallen. Astrazeneca hatte angekündigt, dass der Covid-19-Impfstoff während der Pandemie zum Selbstkostenpreis geliefert werde – also dass damit kein Gewinn angestrebt wird.

Aber auch ohne das Vakzin stemmt sich der Konzern gegen die Pandemie. Während viele Pharmakonzerne zuletzt über schleppende Geschäfte berichteten, da Menschen weniger zum Arzt gehen, bescherten Astrazeneca das Krebsgeschäft und neue Arzneien zum Jahresauftakt steigende Umsätze. Zudem übertraf der Gewinn die Erwartungen. Zwischen Januar und März kletterten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Dollar, wobei sich auch Währungseffekte wie der schwache Dollar günstig auswirkten. Die Corona-Impfung herausgerechnet, betrug der Zuwachs noch elf Prozent.

«Wir haben im ersten Quartal solide Fortschritte gemacht», sagte Konzernchef Pascal Soriot. Der Manager bestätigte die Jahresziele, die für 2021 ein Umsatzplus im niedrigen Zehnerprozentbereich vorsehen. «Wir gehen davon aus, dass sich die Belastungen durch Covid…