Musik-Apps
EU-Kommission: Apple betreibt unfairen Wettbewerb

Die EU-Kommission wirft Apple bei Musik-Apps unfairen Wettbewerb vor. Foto: Christoph Dernbach/dpa

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Der Musikstreaming-Marktführer Spotfify hatte bei der EU Beschwerde eingereicht – Apple soll andere Anbieter von Apps in seinem Store benachteiligen. Die EU-Kommission gab Spotfify nun recht.

Die EU-Kommission wirft Apple unfairen Wettbewerb in seinem App Store auf iPhone und iPad vor. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager heute nach einer Beschwerde des Marktführers Spotify.

Die Brüsseler Behörde geht unter anderem dagegen vor, dass die Verkäufe von Abos in den Apps über Apples Bezahlplattform abgewickelt werden müssen. Dabei behält der Konzern 30 oder 15 Prozent der Einnahmen ein. Setzt sich die EU-Kommission durch, würde dies das Geschäftsmodell von Apple für den App Store auch bei anderen Diensten infrage stellen.

Die Wettbewerbshüter zeigten sich besorgt, dass Nutzer von Apple-Geräten höhere Preise für Musikstreaming-Abos bezahlen müssten oder einige Abonnements nicht in ihren Apps kaufen könnten. Sie kamen in ihren vorläufigen Feststellungen auch zu dem Schluss, dass Apple eine dominierende Marktposition beim Vertrieb von Musikstreaming-Anwendungen im App Store habe. Der Konzern sei zugleich «Torwächter» und Konkurrent mit seinem eigenen Dienst Apple Music, betonte Vestager.

Apple nimmt seit dem Start der Download-Plattform 2008 grundsätzlich eine Abgabe von 30 Prozent auf Einnahmen mit digitalen Artikeln oder Dienstleistungen wie Abos. Bei länger als ein Jahr laufenden Abos sinkt die Kommission auf 15 Prozent – und seit kurzem auch für Entwickler, die weniger als eine Million Dollar pro Jahr einnehmen.

Die Untersuchung der Kommission wurde von einer…