44 Menschen sind gestorben, etwa 150 wurden verletzt: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die Massenpanik im Wallfahrtsort Meron als eine der größten Katastrophen des Landes bezeichnet.

Es gelte sicherzustellen, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederhole, sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros bei einem Besuch vor Ort. Der Regierungschef kündigte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls und für Sonntag einen nationalen Trauertag an. In Meron traf er unter anderem Polizeivertreter, um sich über das Unglück zu informieren. Den Trauernden bekundete er sein Mitgefühl, den Verletzten wünschte er vollständige Genesung.

Tausende Menschen hatten sich am Berg Meron im Norden des Landes gedrängt, um den jüdischen Feiertag Lag B’Omer zu begehen. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Massenpanik ausgebrochen, als Menschen auf einer abschüssigen Rampe mit Metallboden und Wellblech-Trennwänden auf beiden Seiten ins Rutschen kamen. Die Feiernden fielen dann übereinander.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach Israel sein Beileid aus. »Diese Katastrophe, die vielen Menschen das Leben gekostet hat, macht uns fassungslos. Es ist eine Tragödie, die uns zutiefst erschüttert«, schrieb Steinmeier seinem israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin. Das Fest, »dem so viele mit großer Freude entgegengesehen hatten, hinterlässt nun nichts als Schmerz und Trauer«.

»Mit mir sind heute viele Deutsche in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl. Den Verletzten wünsche ich eine rasche Genesung«, zitierte das Bundespräsidialamt aus dem Kondolenzschreiben.

»Wir teilen die Trauer der Familien um diese Menschen«

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die gesamte Bundesregierung spreche dem israelischen Volk ihr tief empfundenes Beileid aus. »Es ist von mehr als 40 Menschen die Rede, die im Gedränge und in der Massenpanik ihr Leben verloren haben, und von vielen Verletzten mehr«, sagte Seibert. »Wir teilen…