Wenn man einen Satelliten in den Weltraum schicken möchte, dann kann das ziemlich teuer werden – selbst bei einem ausgesprochenen Billiganbieter. Kommerzielle Kunden, die sich zum Beispiel für den Transport mit einer Falcon 9 des US-Unternehmens SpaceX interessieren, müssen dafür etwa 62 Millionen Dollar in die Hand nehmen. Dafür können sie dann eine Masse von 22 Tonnen in die Erdumlaufbahn bringen.

Doch in vielen Fällen sind die Satelliten, um die es heutzutage geht, längst nicht mehr so schwer. Für sie bräuchte es gar nicht so große Raketen. Weltweit arbeiten deswegen um die 100 Unternehmen an sogenannten Microlaunchern. Das sind Fluggeräte, die kleinere Satelliten für weniger Geld transportieren können. Besonders erfolgreich gelingt das bereits dem neuseeländischen Unternehmer Peter Beck mit seiner Firma Rocket Lab. In den USA machen sich außerdem Anbieter wie Astra und Virgin Orbit, wo man ein Trägerflugzeug für den Satellitenstart nutzt, bereit, einen möglichst großen Teil des Geschäfts zu übernehmen.

Aber auch in Deutschland wollen mehrere Firmen von diesem Trend profitieren. Sie versprechen Starts schon im kommenden Jahr – obwohl bis heute keine ihrer Raketen zu einem Testflug abgehoben hat. Die Bundesregierung will die einheimischen Raketenbauer trotzdem fördern und hat deswegen im vergangenen Jahr einen Wettbewerb gestartet.

Isar Aerospace erhält elf Millionen Euro für zwei Satellitenstarts

Am Freitag wurde nun der erste Sieger bekannt gegeben: Isar Aerospace erhält zunächst elf Millionen Euro für zwei Satellitenstarts. Dafür bekommt das Unternehmen eine Empfehlung Deutschlands, mit der es aus einem Förderprogramm der Europäischen Weltraumorganisation Esa finanzielle Unterstützung erhält.

Drei Wettbewerber waren gegeneinander angetreten: Neben dem Sieger Isar Aerospace, an dem unter anderem Airbus Ventures beteiligt ist, waren das die Rocket Factory Augsburg, eine Tochter des Raumfahrtkonzerns OHB sowie HyImpulse, eine…