„Höhle der Löwen“-Investor
Georg Kofler spendet 750.000 Euro an die FDP, um eine grüne Regierung zu verhindern

Georg Kofler in der „Höhle der Löwen“

© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Unternehmer und „Höhle der Löwen“-Investor Georg Kofler hält die Grünen für den „sozialistischen Wolf im grünen Schafspelz“. Daher spendet er eine große Wahlkampfsumme an die FDP. Selber wählen darf Kofler hingegen nicht.

Die Älteren kennen Georg Kofler noch als Chef von ProSieben und Premiere, die Jüngeren als Investor aus der Gründershow „Die Höhle der Löwen“. Dort tritt er gerne mit kernigen Sprüchen und als Zocker um Deals mit den Gründern auf. Nun öffnet das Unternehmer-Urgestein sein Portemonnaie auch für eine politische Sache. Wie Kofler im Interview mit dem „Handelsblatt“ erzählt, hat er am Donnerstag 750.000 Euro an die FDP überwiesen.

Der 64-Jährige möchte mit dem Geld den anstehenden Bundestagswahlkampf der Liberalen unterstützen. Er spendet aber auch ausdrücklich, „um eine Regierungsbeteiligung der Grünen zu verhindern“. Im Wahlprogramm der Grünen manifestiere sich „ein antiquierter planwirtschaftlicher Sozialismus, der mit einer wohlklingenden Klimaschutz- und Menschlichkeitsrhetorik camoufliert“ werde, so Kofler. „Der sozialistische Wolf kommt hier im grünen Schafspelz daher.“ 

FDP-Fan Kofler darf nicht wählen

Das Wahlprogramm der FDP dagegen sei ihm eine „intellektuelle Freude“. „Ich finde dort meine politischen Positionen wieder und denke insgesamt, dass Unternehmer, Gründer und aufstiegsorientierte Menschen in Deutschland von der FDP am besten repräsentiert werden“, sagt Kofler. Mit der Wahlkampfspende investiere er in eine politisches Konzept von „Freiheit, Marktwirtschaft, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft“. Zu viele staatliche Eingriffe und Leistungen für sozial Schwache sind ihm dagegen ein Dorn im Auge. Dinge wie…