Geleaktes Video
Fehlstart eines Marschflugkörpers versenkte beinahe Putins Zerstörer

Die Rakete fliegt in Spiralen bevor sie ins Meer stürzt.

von Gernot Kramper

30.04.2021, 17:15 Uhr

Der Start eines Zirkon-Marschflugkörpers von der „Marschall Shaposhnikov“ ging gründlich schief. Kaum gestartet, beginnt die Rakete wie ein Knallfrosch zu kreisen. Knapp neben dem Schiff schlägt die Zirkon ins Wasser und explodiert.

Auch in Putins Militär ist nicht alles Gold, was glänzt. Ein geleaktes Video zeigt, wie der Fehlstart eines Marschflugkörpers beinahe zu einem „Treffer“ auf dem eigenen Schiff geführt hätte. Die „Marschall Shaposhnikov“, ein Zerstörer der russischen Udaloy-Klasse, wurde erst unlängst modernisiert. Dabei wurden auch die Startboxen für die Kalibr-Marschflugkörper montiert. Die Rakete steigt senkrecht aus dem Starter in den Himmel. So weit normal. Doch in der Höhe, in der der Flugkörper normalerweise in eine waagerechte Bahn umschwenkt und zu seinem Ziel eilt, ereignet sich der Fehler. Wie ein Knallfrosch beginnt die Missile Spiralen zu drehen. Kurz darauf stürzt sie neben dem Zerstörer ins Meer, brennt aus und es kommt unter Wasser zu Explosionen.

Auf Telegram geleaked

Auf dem Schiff ist kein Schaden zu erkennen. Von Machart und Qualität entspricht der Clip den offiziellen Videos. Im russischen TV wurden Videoaufnahmen veröffentlicht, die einen erfolgreichen Start von Kalibr von dem Kriegsschiff aus zeigen. Auch der Fehlstart erfolgte auf dem offenen Meer, niemand außer der russischen Marine hätte dort nahe den übenden Schiffen mit einer Drohne drehen können. Offiziell wurde das Video aber nicht veröffentlicht, es gelangte zunächst in das russische Social Media Netzwerk Telegram und von dort nach Youtube. Das genaue Datum des Vorfalls ist unbekannt, doch sollen die Starts der Marschflugkörper Anfang des Monats stattgefunden haben.