In New York wird es ab Juli keine Corona-Beschränkungen mehr geben. Frankreichs Kultureinrichtungen werden ab Mitte Mai wieder öffnen. Portugal beendet im Zuge der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen nach fünfeinhalb Monaten den Corona-Ausnahmezustand an diesem Samstag. Auch Irlands Premierminister Micheál Martin hat angesichts der stabilen Coronalage im Land weitreichende Lockerungen angekündigt. Und aus Großbritannien erreichen uns Bilder von Menschen, die vor Londons Pubs Bier trinken.

Sie stehen in der Coronazeit in einem fast verstörenden Kontrast zu anderen Eindrücken: Menschen, die weiter täglich an dem Virus sterben oder auf vollen Intensivstationen um ihr Leben ringen. Oder Leichen, die auf Indiens Straßen verbrannt werden.

Aber diese Woche waren es seit langer Zeit auch mal positive Eindrücke, die die coronamüden Menschen im deutschen Lockdown der dritten Welle erreichten. Tatsächlich gibt es auch hierzulande vorsichtigen Grund zum Optimismus.

Die Kurve der Neuinfektionen zeigt seit längerer Zeit mal wieder einige Tage am Stück nach unten. Der steile Anstieg der Zahlen scheint erst einmal gebremst, wie sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn diese Woche sagte. Zwar ist noch unklar, ob dies nur eine Momentaufnahme oder ein langfristigerer Trend ist. Aber die Richtung stimmt.

Denn auch andere Marker der Pandemie geben Anlass zur Hoffnung. Der R-Wert, der angibt, wie viele weitere Menschen ein Corona-Infizierter ansteckt, rutschte vor einigen Tagen unter die Eins. Bleibt er dort länger, wird die Ausbreitung des Virus gebremst.

Und auch bei den Krankenhäusern zeigt sich ein positiver Trend. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts stieg der Anteil der Einweisungen wegen Covid-19 seit Ende Februar nicht mehr an. Er verharrte bei sieben bis acht Prozent der gemeldeten Infizierten. Das ist im Vergleich zu den beiden ersten Wellen wenig. Auf dem Höhepunkt der ersten lag der Anteil der Klinikeinweisungen an den gemeldeten Infizierten bei bis…