Liebe Leserinnen, liebe Leser,

endlich gibt es mal gute Nachrichten zu verkünden: Die Impfkampagne in Deutschland läuft. Am Mittwoch wurden hierzulande in Impfzentren und Hausarztpraxen insgesamt mehr als eine Million Menschen geimpft, das ist mehr als ein Prozent der deutschen Bevölkerung, allein an einem Tag.

Wenn das Tempo so hoch bleibt, besteht zumindest die Hoffnung, dass sich der derzeitige Trend in den Zahlen fortsetzt. Dass, in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Ausgangssperren und Einschränkungen, die dritte Welle endlich gebrochen wird – und der Sommer so gerettet werden kann.

Der Impfstoff ist also endlich in adäquaten Mengen beschafft, die Infrastruktur steht – jetzt kommt es auf uns an. Denn, wie mein Kollege Christoph Seidler geschrieben hat: Der Erfolg der Impfungen steht und fällt mit der Beteiligung der Menschen. Und in den USA lässt die zu wünschen übrig. Dort nehmen immer mehr Menschen ihren Termin für eine Zweitimpfung nicht wahr. Die aber ist enorm wichtig, um die erwünschte Herdenimmunität zu erreichen – und die Ausbreitung des Virus und die Bildung neuer Mutanten zu verhindern.

Insofern hätten verbriefte Freiheiten für Geimpfte, der wir in dieser Woche auch unsere Titelgeschichte gewidmet haben, nicht nur kurzfristige Effekte. Sie wären ein wichtiges Werkzeug, um die Impfbereitschaft – auch für den zweiten Termin – hochzuhalten.

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Her mit dem Stoff!

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