Bequem von der Couch statt mit Maske im Geschäft – die Coronakrise bestimmt auch auf das Einkaufsverhalten vieler Menschen. Für die Versandunternehmen bedeutet das: mehr Bestellungen, mehr Umsatz, mehr Gewinn. Dies gilt natürlich auch und besonders für Marktführer Amazon. Das Unternehmen hat seinen Quartalsgewinn inmitten der Coronakrise mehr als verdreifacht.

Der Gewinn im ersten Quartal des Jahres stieg auf 8,1 Milliarden Dollar (rund 6,7 Milliarden Euro) an, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. In den ersten drei Monaten 2020 hatte der Gewinn noch 2,5 Milliarden Dollar betragen.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen von Analysten klar übertroffen. Anlieger reagierten entsprechend positiv: Der Aktienkurs von Amazon stieg im nachbörslichen Handel um zunächst mehr als fünf Prozent an.

Auch Cloud-Dienste und Streaming immer beliebter

Auch die Cloud-Sparte des Konzerns, die Unternehmen oder Privatleuten Dienstleistungen wie etwa Speicherplatz oder Software über das Internet anbietet, konnte ihren Umsatz deutlich steigern. Er stieg auf 13,5 Milliarden Dollar, dies waren mehr als drei Milliarden Dollar mehr als im Vorjahresquartal.

Mitte April hatte Amazon bekanntgegeben, dass inzwischen mehr als 200 Millionen Abonnenten weltweit den kostenpflichtigen Prime-Dienst bestellt haben. Der darin enthaltene Streamingdienst sei im Corona-Jahr 2020 intensiv genutzt worden, erklärte Amazon-Gründer Bezos am Donnerstag. Die Nutzungsdauer sei im Jahresvergleich um mehr als 70 Prozent angestiegen.