Bertelsmann-Studie
Kein Ausbildungsplatz? Jugendliche haben Angst, die Generation Corona zu werden

Wie schwer wird es, einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

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von Daniel Bakir

29.04.2021, 19:27 Uhr

Werden die jungen Leute die großen Pandemie-Verlierer auf dem Arbeitsmarkt? Viele Jugendliche fürchten laut einer Bertelsmann-Studie, dass sie keinen Ausbildungsplatz bekommen.

Massenentlassungen sind in der Coronakrise bislang weitgehend ausgeblieben. Doch viele Jugendliche in Deutschland fürchten, dass sie wegen der Pandemie erst gar nicht in den Arbeitsmarkt hineinkommen. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung machen sich unter den 14- bis 20-Jährigen vor allem diejenigen Sorgen, die eine berufliche Ausbildung anstreben.

Sieben von zehn Jugendlichen (71 Prozent) gehen demnach davon aus, dass sich ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz in der Pandemie-Zeit verschlechtert haben. Die Chancen auf einen Studienplatz sieht dagegen nur jeder Vierte (24 Prozent) schlechter als vor Corona. Das Stimmungsbild bei der Ausbildungssituation fällt damit pessimistischer aus als noch im Sommer – damals hatten sechs von zehn Befragten Nachteile durch die Pandemie befürchtet. Die aktuelle repräsentative Befragung von 1743 Jugendlichen fand von Mitte Februar bis Anfang März statt. 

Zu wenig Ausbildungsplätze?

Jeder dritte Jugendliche ist laut der Befragung der Ansicht, dass es zu wenig Ausbildungsplätze gibt. Aber ist dem tatsächlich so? Seit Jahren melden die Unternehmen eine wachsende Zahl an Ausbildungsplätzen, die sie nicht besetzen können. Das Problem: „Teilweise passen angebotener Beruf und Ausbildungswunsch nicht zueinander oder Angebot und Nachfrage liegen in unterschiedlichen Regionen“, heißt es in der Studie.

Im anstehenden Ausbildungsjahr könnte es zu einer Ausnahmesituation kommen. Denn im Pandemiejahr 2020…