Der deutsche Softwarekonzern SAP hat sich mit den US-Behörden auf eine Geldbuße von acht Millionen Dollar wegen illegaler Exporte in Iran geeinigt. Das teilte das Justizministerium in Washington am Donnerstag mit. Demnach entging das Unternehmen durch eine Selbstanzeige einer deutlich schwereren Strafe.

Es war der erste Fall überhaupt, in dem ein Unternehmen eine entsprechende Möglichkeit des US-Justizministeriums nutzte. Sie gilt für den Fall, dass widerrechtlich Güter in Länder geliefert werden, die von Sanktionen betroffen sind. Wenn die Firmen das Fehlverhalten vollumfänglich selbst anzeigen, bevor die Behörden ihnen auf die Schliche kommen, können sie mit Straferlass rechnen.

SAP wurde vorgeworfen, in den vergangenen sieben Jahren in Tausenden von Fällen Software illegal in das persische Land exportiert zu haben. Der nun geschlossene Vergleich bedeutet, dass keine Anklage gegen den Konzern erhoben wird.