Die Wiesn sollen nach Plänen eines Veranstalterteams dieses Jahr in der Wüste stattfinden. Das bestätigte der Berliner Weihnachtsmarktchef Charles Blume dem SPIEGEL. Geplant ist demnach, das größte Volksfest der Welt auf eine rund 420.000 Quadratmeter große Fläche nahe der Dubai Marina zu verlegen. Blume bestätigte, dass es eine Zusage der Verantwortlichen des Emirats gebe.

Alkohol dürfe demnach, wie schon jetzt in Hotels, auf dem Areal ausgeschenkt werden. Allerdings müssten Betrunkene per Shuttlebus in ihre Hotels befördert werden, dürften also nicht angeheitert in der Stadt herumlaufen. Es gehe darum, beide Kulturen zu respektieren, sagte Blume. Zu weiteren Details wollte er sich vorerst nicht äußern, da er eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet habe.

Die »Bild«-Zeitung hatte zuvor berichtet, das Dubaier Oktoberfest solle am 7. Oktober um 12 Uhr in 32 Zelten gleichzeitig starten und dann gleich ein halbes Jahr lang von 12 bis 24 Uhr stattfinden. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf rund 50 Millionen Euro. Neben Blume hätten der Münchener Ex-Gastronom Dirk Ippen und der Münchener Wirt Sepp Krätz den Plan maßgeblich mit ausgearbeitet, hieß es.

Laut »Bild«-Zeitung soll es in Dubai Nachbauten der Bavaria-Statue und der Ruhmeshalle geben. Auch das Riesenrad der Expo von Hannover solle aufgestellt werden. Zahlreiche Brauereien und Wirte aus Bayern sollen an der Veranstaltung teilnehmen, Hunderte Schausteller hätten schon zugesagt. Für die Musik sei unter anderem Ikke Hüftgold angefragt. Promis wie Arnold Schwarzenegger, Pamela Anderson und Lothar Matthäus sollen als Gäste eingeflogen werden, heißt es in dem Bericht weiter.

Das Münchner Oktoberfest ist wegen der Coronapandemie auch für 2021 abgesagt worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen Dubai liegt, gelten als Diktatur, die viele Menschenrechte missachtet. Die Verlegung des Oktoberfestes an diesen Ort dürfte ähnlich kontrovers diskutiert werden wie die Austragung der…