Es ist eine traditionelle Marke, an der sich jeder US-Präsident messen lassen muss: Welche Erfolge sind nach den ersten 100 Tagen im Weißen Haus zu vermelden? Es ist zudem der Zeitpunkt, an dem eine erste Rede vor dem versammelten US-Kongress fällig wird. Streng genommen erreicht Joe Biden die 100-Tage-Grenze erst am Freitag. Trotzdem ist er nun vor die beiden Kammern des Hauses getreten.

In seiner Rede lobte er nicht nur Erreichtes und die weiteren Pläne seiner Regierung, sondern versuchte auch, Aufbruchstimmung zu verbreiten. »Nach 100 Tagen der Rettung und Erneuerung ist Amerika bereit zum Abheben. Wir arbeiten wieder. Träumen wieder. Entdecken wieder. Führen die Welt wieder an«, hieß es in der Ansprache, die in Auszügen vorab veröffentlicht wurde.

Seine Regierung habe seit seinem Amtsantritt im Januar Maßnahmen ergriffen, um das Vertrauen in die Demokratie wiederherzustellen und mit Ergebnissen ihrer Arbeit zu überzeugen, so Biden. »Wir impfen das Land. Wir schaffen Hunderttausende von Arbeitsplätzen. Wir liefern echte Ergebnisse, die die Menschen sehen und in ihren eigenen Leben spüren können.«

Gerade die Erschaffung neuer Arbeitsplätze war ein stetig wiederkehrendes Motiv der Rede. Egal, ob Biden über Infrastrukturmaßnahmen sprach, Klimaschutz oder Internetanschlüsse – immer wieder kam er auf die damit verbundenen neuen Jobs zu sprechen.

Auch Seitenhiebe auf einen Vorgänger Donald Trump sparte sich Biden nicht. Als Präsident habe er ein Land inmitten einer Krise übernommen: Die USA hätten die schlimmste Pandemie binnen eines Jahrhunderts, die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression und mit der Erstürmung des Kapitols im Januar den schlimmsten Angriff auf die Demokratie seit dem amerikanischen Bürgerkrieg erlebt.

Preise für Arzneimittel sollen mittelfristig sinken

In seiner Rede pries Biden außerdem den Billionen-schweren Infrastrukturplan seiner Regierung an, der Millionen Jobs schaffen und die Wirtschaft ankurbeln soll. Mit…