Geteilte Mittelmeerinsel
UN-Versuch zur Lösung der Zypernfrage erneut gescheitert

Antonio Guterres, UN-Generalsekretär, während einer Pressekonferenz in Genf über das Ende eines 5+1-Treffens über Zypern. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

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Als Realist, aber mit Hoffnung auf Fortschritt hat UN-Generalsekretär Guterres einen neuen Versuch zur Lösung der Zypernfrage gestartet. Ein glanzvoller Moment des Durchbruchs bleibt aber aus.

Für die geteilte Mittelmeerinsel Zypern ist weiter keine politische Lösung in Sicht. Der jüngste Vermittlungsversuch von UN-Generalsekretär António Guterres scheiterte in Genf.

Die Positionen der griechisch- und der türkisch-zyprischen Seite seien so weit voneinander entfernt, dass nicht einmal formelle Verhandlungen aufgenommen werden können, räumte Guterres am Donnerstag ein. Die Mittelmeerinsel ist seit fast 50 Jahren geteilt. Alle bisherigen Bemühungen zur Überwindung der Teilung sind gescheitert, zuletzt 2017 in Crans Montana in der Schweiz.

Die türkisch-zyprische Seite sehe nach vielen Jahren fruchtloser Verhandlungen einzig die endgültige Teilung der Insel in zwei Staaten als Lösung, sagte Guterres. Die griechisch-zyprische Seite wolle dagegen weiter über eine Föderation mit zwei Bundesstaaten verhandeln. Die Überwindung der Teilung ist auch das Ziel der bisherigen UN-Resolutionen.

«Ich gebe nicht auf», sagte Guterres. Er werde in zwei bis drei Monaten eine neue informelle Gesprächsrunde einberufen, wieder auch mit Vertretern Griechenlands, der Türkei und Großbritanniens. Zypern war bis 1960 britische Kolonie. Guterres blieb Optimist: «Die Quadratur des Kreises ist in der Geometrie unmöglich, aber sehr verbreitet in der Politik», sagte er.

Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiades, sagte, eine Zwei-Staaten-Lösung könne es nicht geben….