Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will, dass Geschäfte, Kultureinrichtungen und Außenbereiche von Restaurants Mitte Mai schrittweise wieder öffnen. Zum 19. Mai soll der Beginn der landesweiten abendlichen Ausgangssperre von derzeit 19.00 Uhr auf 21.00 Uhr nach hinten verlegt werden, kündigte Macron in einem Interview mit mehreren Regionalzeitungen an. Zum 9. Juni solle die Sperrstunde dann erst um 23.00 Uhr beginnen. Dann sollten auch Cafés, Restaurants und Fitnessstudios komplett wieder öffnen dürfen.

Die Zeitung »Le Parisien« veröffentlichte am Donnerstag Ausschnitte des Gesprächs. Das gesamte Interview soll am Freitag erscheinen. Die Coronalage in Frankreich ist weiter angespannt, hat sich aber zuletzt leicht verbessert. Zuletzt wurden gut 300 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gezählt. Die Lage auf den Intensivstationen ist weiter extrem schwierig.

Nach Angaben des »Parisien« sollen nach dem 19. Mai sportliche Aktivitäten drinnen und draußen wieder erlaubt sein, Stadien dürfen öffnen sowie Museen, Kinos und Theater. Ähnlich wie bei Kultureinrichtungen gebe es aber auch in Stadien Beschränkungen bei den Besucherzahlen.

Gesundheitspass soll Festivals ermöglichen

Versammlungen von mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum bleiben demnach verboten. Aktuell liegt die Zahl bei sechs. Am 30. Juni soll die Ausgangssperre endgültig aufgehoben werden. Mit einer Art Gesundheitspass soll es möglich sein, an bestimmten Veranstaltungen teilzunehmen, auch wenn sie mehr als 1.000 Personen im Freien beinhalten. So soll der Weg für Festivals geebnet werden.

Macron bestätigte außerdem, dass bestimmte Bewegungseinschränkungen zum 3. Mai aufgehoben werden sollen. Aktuell dürfen sich die Menschen in Frankreich ohne triftigen Grund nicht weiter als zehn Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Diese Regelung solle dann nicht mehr gelten.