Regenerative
Energie Orbital O2: Die stärkste schwimmende Turbine der Welt nimmt den Betrieb auf

Wenn die Flügel hochgefahren werden, beträgt der Tiefgang nur drei Meter.

© Orbital Marine Power / PR

von Gernot Kramper

29.04.2021, 14:01 Uhr

Die Turbinen-Boje O2 ist bei den Orkneyinseln angekommen. Sie ist das leistungsstärkste System dieser Art und soll kostengünstig in Serien produziert werden.

Auf den Fotos sieht O2 aus wie ein Raumschiff, das im Wasser gestrandet ist. Tatsächlich handelt es sich um die „leistungsstärkste Gezeitenturbine der Welt“. Derzeit wird O2 bei den Orkneyinseln verankert. Dort wird sie auf dem Meer installiert, gewinnt den Strom aber nicht aus dem Auf und Ab der Wellenbewegung, sondern aus dem Wechsel von Ebbe und Flut. Sie soll die Kraft der Gezeiten wesentlich kostengünstiger in Energie verwandeln als bisherige Staudammanlagen. Anders als bei Gezeitenkraftwerken, die am Ufer fest installiert werden, schwimmt O2 im Meer und wird nur am Boden verankert. Man investiert also nur in die Turbine und die Träger-Boje, muss aber keinen Damm finanzieren, der obendrein die Küste verschandelt.

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Ebbe und Flut entstehen, weil die Schwerkraft des Mondes auf die Meere einwirkt, an bestimmten Stellen im Meer wie Meerengen wird der Effekt noch gesteigert, das ist das ideale Revier von Turbinen wie 02. Zwar schwanken auch die Gezeiten, doch der große Vorteil dieser regenerativen Energie ist, dass sie über das ganze Jahr und sowohl tags wie auch nachts verlässlich Energie produziert.

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