Energie
Deutschland will Russland als Partner beim «Green Deal»

Ein zweites Schiff hat mit der Rohrverlegung für Nord Stream 2 begonnen. Foto: Jens BŸttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind gespannt. Deshalb ergreifen gerade Wirtschaft und Wissenschaft jede Gelegenheit zum Austausch. Auch die Politik will Brücken schlagen.

Die Bundesregierung sieht Russland als wichtigen Partner auf dem Weg Europas zum «Green Deal» – zum klimaneutralen Wirtschaften bis zum Jahr 2050.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erinnerte zum Auftakt der Deutsch-Russischen Rohstoff- Konferenz am Donnerstag daran, dass Russland seit Jahrzehnten nicht nur ein sehr zuverlässiger Lieferant von Erdgas sei, sondern auch enormes Potenzial an erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne besitzt. Man werde Erdgas noch einige Jahre benötigen. Der Bedarf werde kurz- und mittelfristig wegen des Ausstiegs aus der Atomenergie und der Kohleverstromung sogar steigen. Auf der anderen Seite der Brücke stünden aber die erneuerbaren Energien und «grüner Wasserstoff».

Altmaier ging zu Beginn auf das politische Umfeld ein. Es habe Schwierigkeiten in der internationalen Handelspolitik gegeben, die weder von Deutschland noch von Russland ausgingen. Zugleich hätten Vorfälle in humanitären und menschenrechtlichen Fragen dazu geführt, «dass es sehr, sehr schwer ist, in allen Fällen Normalität aufrechtzuerhalten und alle Potenziale auszunutzen, die es gibt». Er habe das immer sehr bedauert und hoffe, dass man auch bei menschrechtlichen Fragen gute Lösungen finde. Den Namen des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny nannte er nicht. Es gebe so viele wirtschaftliche Herausforderungen, dass man keine Zeit verlieren könne, sagte Altmaier. Mit dem Klimaschutz sei eine weitere hinzugekommen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sagte,…