Kryptowährungen
Eine Million Bitcoin aus illegalen Deals: Einer der größten Online-Geldwäscher geht in die Falle

Über Bitcoin Fog wurde die Herkunft von Millionen von Bitcoins verschleiert

© PeopleImages/gettyimages

von Malte Mansholt

29.04.2021, 18:40 Uhr

Vor dem Boom wurde Bitcoin von vielen Menschen vor allem als Währung für illegale Geschäfte wahrgenommen. Jetzt wurde einer der größten Geldwäscher der Szene festgenommen. Die über seinen Dienst gewaschenen Bitcoins haben Milliardenwert.

Bevor der erste Hype die Preise nach oben und Bitcoin in den Mainstream spülte, wurde die Kryptowährung in der Öffentlichkeit lange deutlich anders wahrgenommen. Bitcoins, das waren im Kopf der meisten die vermeintlich anonymen digitalen Gelder, mit denen im Darknet Waffen und Drogen gehandelt wurden. Und auch wenn dieses Bild nie ganz der Wahrheit entsprach, war es doch nicht ganz falsch. Das zeigt eine aktuelle Verhaftung in den USA.

Einem in Los Angeles verhafteten Mann mit russischer und schwedischer Staatbürgerschaft wird vorgeworfen, mit „Bitcoin Fog“ eines der größten Geldwäsche-Portale im Netz betrieben zu haben. Das verkündete das US-Justizministerium auf seiner Webseite. Der erst 32-jährige Roman S. soll das Portal über zehn Jahre betrieben haben. Und die schier unglaubliche Summe von 1,2 Millionen Bitcoin darüber geschoben haben.

Bitcoin im Milliardenwert gewaschen

Das entspräche einem aktuellen Wert von knapp 53 Milliarden Euro. Durch die extremen Schwankungen des Preises der Kryptowährung legen die Beamten allerdings den Wert zum Zeitpunkt der Transaktion zugrunde – und wirft ihm die Wäsche von „nur“ 235 Millionen Dollar vor. Der Großteil der Münzen stammte demnach aus Geschäften im Darknet und sei mit illegalen Aktivitäten wie Drogenhandel, Betrug oder Identitätsdiebstahl zu verbinden, so die Anklage. Laut der…