In den reichsten Ländern der Welt laufen die Impfkampagnen auf Hochtouren. Viele ärmere Länder haben dagegen bislang kaum Corona-Vakzinen erhalten. Das US-Unternehmen Moderna will seine Impfstoffproduktion nun in diesem und dem kommenden Jahr deutlich ausweiten.

Möglich wird das durch den Ausbau der Kapazitäten beim Schweizer Arzneimittel-Auftragsfertiger Lonza. Im Schweizerischen Visp sollen drei zusätzliche Produktionslinien aufgebaut werden, teilte Lonza mit. Das trage dazu bei, dass Moderna die weltweite Versorgung mit dem Impfstoff 2022 auf bis zu drei Milliarden Dosen hochschrauben könne, hieß es von Moderna. Die Lieferprognose für 2021 erhöhe Moderna auf 800 Millionen bis eine Milliarde Dosen.

Am Lonza-Standort Visp werde die Produktionskapazität verdoppelt. Die drei neuen Produktionslinien sollen ihren Betrieb im früheren Verlauf von 2022 aufnehmen. Lonza betreibt bereits drei Produktionslinien in Visp und eine weitere im amerikanischen Portsmouth.

Studie: mRNA-Impfstoffe senken Krankenhaus-Einweisungen bei Älteren erheblich

Der Impfstoff von Moderna wirkt – ebenso wie der von Biontech/Pfizer – auf mRNA-Basis. (Lesen Sie hier, wie diese Impfstoffe funktionieren.) Laut neuen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC senken diese Impfstoffe das Risiko von Krankenhaus-Einlieferungen für ältere Menschen sehr deutlich.

Zwei Wochen nach der zweiten Dosis läge das Risiko einer Krankenhaus-Einweisung wegen Covid-19 für Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als für gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger.

Die Daten stammen aus 24 Krankenhäusern in 14 US-Bundesstaaten. Einbezogen wurden 417 Menschen, darunter 187 Covid-19-Patienten und 230 Menschen zur Kontrolle. Wie erwartet habe die erste Impfung innerhalb der ersten zwei Wochen noch keinen Schutz gebracht.