Fußball-Vizeweltmeister Christoph Metzelder hat vor dem Amtsgericht Düsseldorf ein Teilgeständnis abgelegt. Der 40-Jährige räumte am Donnerstag die Weiterleitung von 18 Dateien ein, die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zeigen. Den Besitz von nahezu 300 Dateien, wie angeklagt, gestand er dagegen nicht. „Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Opfer sexueller Gewalt um Vergebung. Ich werde den Rest meines Lebens mit dieser Schuld als Teil der Gesellschaft leben müssen“, sagte Metzelder.

Das Amtsgericht hatte für den Fall eines Geständnisses eine Haftstrafe zwischen zehn und zwölf Monaten auf Bewährung in Aussicht gestellt. Es hatte betont, dass der frühere Fußball-Nationalspieler bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens als unschuldig gilt.

Anwalt: Auf der Suche nach sexuellem „Kick“

Der Prozess gegen den ehemaligen Fußball-Nationalspieler hatte am Donnerstagmorgen begonnen. Der Vorwurf lautete Besitz und Weiterleitung von Material, das sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zeigt. Die Bilder und Videos, um die es geht, sollen eindeutige sexuelle Handlungen an Minderjährigen zeigen, unter anderem Jungen und Mädchen unter zehn Jahren. In einem Fall war von einem „Kleinkind“ in stark sexualisierter Pose die Rede.

Metzelder hatte beim Betreten des Gerichtsgebäudes am Donnerstagmorgen seinen ersten öffentlichen Auftritt seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe im September 2019. Metzelders Anwalt Ulrich Sommer hatte zuletzt erklärt, sein Mandant sei offensichtlich auf der Suche nach einem sexuellen „Kick“ gewesen – mit „Dingen, die man tunlichst nicht angefasst haben sollte“. Der 40-Jährige sei aber „natürlich nicht“ pädophil: „Das weiß auch die Staatsanwaltschaft.“ 

Erstes Statement vor Gericht

Metzelder, der 2002 mit dem DFB-Team Vize-Weltmeister geworden war, hatte sich zuvor nicht öffentlich geäußert. Vor Gericht schilderte er seinen Lebenslauf, seine sportliche Karriere, und sprach über sein soziales Engagement, „auf das ich…