Ursprünglich als Überbrückungshilfe gedacht, sind die Impfzentren nun fester Bestandteil der Corona-Bekämpfungsstrategie. Doch wer übernimmt dort welche Aufgaben und zu welchen Konditionen?

Christine Leitner

Fast 24 Prozent der Deutschen sind einmal gegen Covid-19 geimpft. Sieben Prozent haben derweil die zweite Dosis erhalten und gelten demnach als vollständig immunisiert. Möglich wird das durch die Impfzentren, die seit Ende Dezember von den Kommunen, Landkreisen und Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Johannitern betrieben werden.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge stehen derzeit 433 Impfzentren in ganz Deutschland bereit, 303 werden allein vom DRK betrieben. Die Verteilung von Impfterminen, Organisation vor Ort, die Vorbereitung der Spritzen, die Impfung selbst sowie eine anschließende Betreuung der Geimpften erfordern eine Menge Personal.

Markus Nisch ist einer derjenigen, die sich freiwillig für die Arbeit gemeldet haben. Bevor er sich an der Organisation eines Berliner Impfzentrums beteiligte, war er in der Kulturszene beschäftigt. Jetzt koordiniert er die Abläufe im Corona-Impfzentrum in der Berlin Arena. Über 500 Mitarbeiter seien für die Anmeldungen der Termine und die Koordination vor Ort zuständig. Das Besondere: „Ungefähr 75 Prozent der Mitarbeiter stammen aus der Event- und Kulturbranche“, sagt Nisch.

Ärzte klären auf, MFAs impfen

Tatsächlich ist der Anteil des medizinischen Personals in den Impfzentren nicht so groß wie möglicherweise angenommen. „Das Personal stammt aus allen möglich Bereichen“, bestätigt Regina Kneiding, Sprecherin der Berliner Impfzentren. Neben Ärzten und medizinischen Fachangestellten (MFA) brauche es Reinigungskräfte, Security und Koordinatoren, die die Impflinge begleiten und im Impfzentrum betreuen. „Dabei handelt es sich unter anderem um Flugbegleiter oder…