Südkorea
Familie des ehemaligen Samsung-Chefs zahlt neun Milliarden Euro Erbschaftssteuer

Der ehemalige Chef des Samsung-Konzerns Lee Kun Hee verstarb im vergangenen Oktober im Alter von 78 Jahren.

© Schalk van Zuydam / Picture Alliance

Nach dem Tod des ehemaligen Samsung Chefs Lee Kun Hee im vergangenen Oktober, haben die Erben nun die Zahlung einer Erbschaftssteuer in mehrerer Milliardenhöhe veranlasst. Die Rückzahlung soll in eine Spezialklinik und die Forschung an Impfstoffen gesteckt werden.

Die Hinterbliebene des ehemaligen Chefs des Samsung Konzerns, Lee Kun Hee, müssen eine rekordverdächtige Summe an Erbschaftssteuer zahlen. Die Familie des verstorbenen reichsten Mannes Südkoreas kündigte an mehr als zwölf Billionen Won zu überweisen, was einem Wert von 8,9 Milliarden Euro entspricht. Damit ist die Steuerzahlung eine der größten, die in Südkorea oder weltweit jemals geleistet worden sei. „Sie entspricht dem Drei- bis Vierfachen der Gesamteinnahmen der Regierung durch Nachlasssteuern im vergangenen Jahr“, teilte die Familie am Mittwoch mit.

Eine der größten Steuerzahlungen in Südkoreas Geschichte

Die Zahlung soll demnach in sechs Raten in einem Zeitraum von fünf Jahren erfolgen. Separat davon wollen die Hinterbliebenen eine Billion Won für das Gesundheitswesen einschließlich der Impfmittel-Forschung sowie mehr als 20 000 Kunstwerke und Antiquitäten aus Lee Kun Hees Sammlung spenden.

Lee war im vergangenen Oktober im Alter von 78 Jahren gestorben. Er hinterließ seine Frau, zwei Töchter und einen Sohn. Trotz jahrelanger Bettlägerigkeit war er zuletzt noch Vorsitzender des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics. Der Wert seines Nachlasses wird auf etwa 25 Billionen Won geschätzt – dazu gehören auch Anteile an verschiedenen Konzerntöchtern.

Steuerbetrag mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens