Nationale Wasserstoffstrategie
Scheuer will Einsatz von Wasserstoff in Autos vorantreiben

«Wasserstoff ist nicht der Champagner der Energiewende, sondern das Tafelwasser, daran arbeiten wir»: Andreas Scheuer. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa

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Soll bei klimafreundlicheren Antrieben der Zukunft voll auf das Elektroautos gesetzt werden? Der Verkehrsminister sagt: nein. Er setzt auf Technologieoffenheit.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Einsatz von Wasserstoff in Autos vorantreiben.

Für ein neues Innovations- und Technologiezentrum Wasserstofftechnologie (ITZ) sind drei Standorte in der engeren Auswahl – dies sind Chemnitz (Sachsen), Pfeffenhausen (Bayern) und Duisburg (Nordrhein-Westfalen).

Zu diesen Projekten soll in den kommenden Monaten eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Dem Standort des neuen Zentrums winkt laut Scheuer eine Förderung im dreistelligen Millionenbereich.

Konkret geht es bei dem Projekt in Chemnitz laut Ministerium um den Aufbau von Wertschöpfung auf Basis von Brennstoffzellen für Fahrzeuganwendungen. In Pfeffenhausen liege ein Schwerpunkt auf Flüssigwasserstoff, in Duisburg gehe es um Innovationsentwicklung oder die Testung und Prüfung brennstoff-zellenbasierter Antriebssysteme für den Straßen-, Schienen-, Wasser- und Flugverkehr. Insgesamt hatte es laut Scheuer 15 Bewerbungen gegeben. Für ein Projekt in Bremerhaven, Hamburg und Stade solle eine Untersuchung mit Fokus auf die Luftfahrt und Schifffahrt gefördert werden.

Scheuer bekräftigte seine Position, bei den Fahrzeugantrieben der Zukunft nicht alleine auf batteriebetriebene Elektroautos zu setzen – sondern auch auf den Wasserstoffantrieb per Brennstoffzelle oder über sogenannte E-Fuels. Scheuer sprach von Technologieoffenheit. Das Verkehrsministerium könne Projekte über die Nationale Wasserstoffstrategie mit…