Homeoffice extrem: Jason Griffin, der Berater eines Callcenters, arbeitet an seinem Laptop, während direkt unter ihm die Wellen der Irischen See gegen die Klippen schlagen. Um auszuprobieren, ob man wirklich von überall aus arbeiten kann.

Jason Griffins / Berater eines Callcenters
»Heute bringen wir die Technologie an ihre Grenzen, weil wir über eine Klippe gehen, uns auf einen Felsvorsprung abseilen und den ganzen Tag von diesem Felsvorsprung aus arbeiten, Anrufe entgegennehmen und tätigen, und mit internen Mitarbeitern interagieren, während ich dort an der Klippe sitze. Damit will ich nur zeigen, dass von der Ferne arbeiten buchstäblich bedeutet, von der Ferne zu arbeiten.«

Alles, was der 34-jährige Schotte dazu braucht, ist eine mobile Verbindung und seinen Laptop. Zusammen mit einer Kletterlehrerin bezog er sein außergewöhnliches Büro.

Mobiles Arbeiten war schon vor Beginn der Corona-Pandemie ein Thema, allerdings für die meisten Beschäftigten eher die Ausnahme als die Regel. Corona und damit verbundene Lockdowns änderten dies: Unternehmen verzichteten auf die Präsenzpflicht im Büro, ermöglichten Heimarbeit. Ein Modell für die Zukunft?

Ade McCormack / Autor und Digitalstratege
»Was wir sehen, ist die Zunahme digitaler Nomaden: Menschen, die nicht darin eingeschränkt werden wollen, wo sie arbeiten oder wo sie leben. Das Wichtigste für sie ist also Konnektivität, Technologie und natürlich ein Laptop – und dann können sie einfach ihre Arbeit machen.«

Eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst and Young zeigt, dass sich viele tatsächlich eine flexiblere Wahl des Arbeitsorts wünschen würden. Die Hälfte von insgesamt 1.000 Befragten wünscht sich allerdings eine Mischform aus Heim- und Büroarbeit. Nur 14 Prozent wollen komplett mit der Arbeit in die eigenen vier Wände ziehen. Griffin hingegen ist vom flexiblen Modell überzeugt.

Jason Griffins / Callcenter-Berater
»Die neue Arbeitsweise wird in Zukunft völlig anders sein. So sehe ich das. Die…