Superwahljahr
Hans-Georg Maaßen: Über Thüringen in den Bundestag? Landes-CDU muss sich entscheiden

Ex-Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen wird der konservativen Werteunion zugeordnet. Er will in Thüringen für den Bundestag kanidieren.

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Heikle Frage für die CDU in Südthüringen: Will sie wirklich den umstrittenen Ex-Verfassungschef Hans-Georg Maaßen zu ihrem Bundestagskandidaten machen? Die Spitze der Landes-CDU sieht das kritisch – zumal auch die Landtagswahl ansteht. 

Die einen hoffen, mit der Personalie zu punkten, die anderen sehen das nächste Problem auf die CDU im Superwahljahr zukommen: Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen könnte in Südthüringen zum Bundestagskandidaten der Union gewählt werden. Delegierte von vier Südthüringer Kreisverbänden entscheiden an diesem Freitag darüber. Das politische Engagement des früheren Inlandsgeheimdienst-Chefs ist auch in den Reihen seiner Partei umstritten. So hält sich die Freude im CDU-Landesverband in Grenzen. Maaßens Chancen auf eine Kandidatur im Wahlkreis 196 gelten indes als sehr gut.

„Wir hätten gern auf diese Debatten verzichtet“, heißt es aus Kreisen der Thüringer CDU. Ihr Vorsitzender Christian Hirte sagte kürzlich der „Zeit“: „Für die CDU schadet das mehr, als es nutzt.“ Am 26. September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt und in Thüringen ist dann auch eine Neuwahl des Landtages geplant.

Hans-Georg Maaßen: Keine Zusammenarbeit mit AfD

Kommt mit dem bundesweit bekannten Maaßen der von einigen Südthüringer Kreisverbänden erhoffte Rückenwind im Wahlkampf oder eher die Brise einer toxischen Debatte über die Grenzen der Thüringer CDU nach rechts und ihr Verhältnis zur AfD? Maaßen selbst versicherte vor kurzem in einem Interview mit dem „Freien Wort“: „Es darf keine Zusammenarbeit mit der AfD geben. Ich will antreten, um…