Familie von Ex-Samsung-Chef zahlt Milliarden Erbschaftsteuer

Menschen verfolgen auf einer Bahnstation in Seoul eine Nachrichtensendung an einem TV-Gerät. Das Archivbild zeigt Lee Kun-Hee (m.) und seine Töchter. Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa

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Nach dem Tod des früheren Samsung-Chefs Lee Kun Hee kommt auf die Hinterbliebenen eine saftige Erbschaftsteuer zu. Den Milliardenbetrag will die Familie in Raten zahlen. Details sind noch unklar.

Die Familie des verstorbenen Ex-Chefs des Samsung-Konzerns und reichsten Mannes Südkoreas, Lee Kun Hee, hat die Zahlung einer Erbschaftsteuer von mehr als zwölf Billionen Won (8,9 Milliarden Euro) angekündigt.

Die Steuerzahlung sei eine der größten, die in Südkorea oder weltweit jemals geleistet worden sei. «Sie entspricht dem Drei- bis Vierfachen der Gesamteinnahmen der Regierung durch Nachlasssteuern im vergangenen Jahr», teilte die Familie am Mittwoch mit.

Die Zahlung soll demnach in sechs Raten in einem Zeitraum von fünf Jahren erfolgen. Separat davon wollen die Hinterbliebenen eine Billion Won für das Gesundheitswesen einschließlich der Impfmittel-Forschung sowie mehr als 20.000 Kunstwerke und Antiquitäten aus Lee Kun Hees Sammlung spenden.

Lee war im vergangenen Oktober im Alter von 78 Jahren gestorben. Er hinterließ seine Frau, zwei Töchter und einen Sohn. Trotz jahrelanger Bettlägerigkeit war er zuletzt noch Vorsitzender des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics. Der Wert seines Nachlasses wird auf etwa 25 Billionen Won geschätzt – dazu gehören auch Anteile an verschiedenen Konzerntöchtern.

Die Familie machte zunächst keine Angaben dazu, wie die Anteile unter den Erben aufgeteilt oder ob sie zur Begleichung der Steuerschuld verkauft werden sollen. Der Steuerbetrag stelle mehr als die Hälfte des Werts des Gesamtbesitzes Lees dar, darunter die…