Debatte und Abstimmung in Brüssel
Name, Umfang, Gültigkeit: Das EU-Impfzertifikat kommt – worüber noch diskutiert wird

Ein israelischer Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem der sogenannte „Grüne Pass“ abgebildet ist

© Ilia Yefimovich / DPA

Wird das Reisen im Sommer erleichert? Das ist eine der zentralen Fragen zum einheitliche Impfzertifikat, über das heute im EU-Parlament diskutiert wird. Auch Name und Umfang des Dokuments stehen zur Debatte.

Das EU-Parlament legt am Mittwoch (ab 13.00 Uhr) seine Position zur Einführung eines einheitlichen EU-weiten Impfzertifikats in der Corona-Pandemie fest. Das Dokument soll nach Angaben der EU-Kommission Reisen innerhalb Europas erleichtern. Für Geimpfte könnten dann beim Grenzübertritt Quarantäne- und Testpflichten entfallen.

Kommission, Parlament und die Mitgliedstaaten müssen sich dafür allerdings noch einigen. Einige EU-Abgeordnete haben bereits Änderungswünsche an den bisherigen Plänen angemeldet. Etwa gibt es Kritik daran, dass auch Impfungen mit nicht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassenen Impfstoffen in das Zertifikat aufgenommen werden könnten. Mit einem endgültigen Abstimmungsergebnis wird am Donnerstagmorgen gerechnet.

„Digitales grünes Zertifikat“ oder „EU Covid-19 Zertifikat“?

Das geplante EU-Impfzertifikat könnte noch vor seiner Einführung einen neuen Namen bekommen. Die Abgeordneten des Europaparlaments wollen debattieren, ob das von der EU-Kommission „digitales grünes Zertifikat“ getaufte Projekt in „EU Covid-19 Zertifikat“ umbenannt werden soll. Auch weitere Detailfragen stehen im Plenum im Brüssel zur Diskussion – etwa, wie lange der Nachweis gültig sein soll.

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