Ernährung
GroKo dringt auf strengere Nahrungsergänzungsmittel-Regeln

In zu hoher Dosierung kann die Zufuhr bestimmter Vitamine und Mineralstoffe gesundheitsschädigend sein. Foto: picture alliance / dpa

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Packungen mit Magnesium oder Eisen füllen in Supermärkten inzwischen lange Regale. Doch der Nutzen der Dragees und Tabletten steht in der Kritik, auch bei Online-Offerten.

Die schwarz-rote Koalition dringt auf strengere EU-weite Vorgaben für Nahrungsergänzungsmittel wie Kapseln oder Tabletten.

In zu hoher Dosierung könne die Zufuhr bestimmter Vitamine und Mineralstoffe gesundheitsschädigend sein, heißt es in einem Antrag der Regierungsfraktionen von Union und SPD im Bundestag. Daher sei es ein wichtiger Fortschritt, dass Arbeiten für EU-weite Regeln zu Höchstmengen vor kurzem wieder aufgenommen worden seien. Nötig sei dies auch für Produkte wie Säfte, Cornflakes oder Milchmischgetränke, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind. Der Bundestag solle die Bundesregierung auffordern, sich hierzu aktiv einzubringen.

Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Gesundheit der Verbraucher zu schützen, stehe für sie an erster Stelle. Dafür seien klare und verbindliche europäische Regeln für Nahrungsergänzungsmittel nötig – und diese Festlegung sei überfällig. «Um Rechtssicherheit sowie eine effektive Überwachung und Kontrolle zu gewährleisten, brauchen wir Einheitlichkeit im Binnenmarkt, keinen Flickenteppich.» Klöckner hob hervor, dass die zuständige EU-Kommissarin eine entsprechende deutsche Initiative dazu aufgegriffen habe. «Wir haben die klare Erwartung, dass das weiter vorangetrieben wird.»

Union und SPD kritisieren in dem Antrag auch Angebote im Internet, die sich als «besonders problematisch» erwiesen hätten. In der Coronakrise hätten unseriöse…