M. Streck: Frischluft

Freiwillige Helfer
Ein Hoch auf Stäbchen in der Nase und die stillen Helden der Pandemie

Sehen Sie im Video: Verfassungsschutz beobachtet selbsternannte „Querdenker“ – das bedeutet das für die Bewegung.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet Personen und Gruppen innerhalb der Querdenker-Bewegung. Das teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit darf der Verfassungsschutz nun beispielsweise Daten zu bestimmten Personen aus der Szene sammeln. Insgesamt befürchtet die Behörde, dass die im Zuge der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen verbreiteten Verschwörungstheorien auch nach dem Ende der Pandemie nicht verschwinden werden. Legitime Proteste und Demonstrationen gegen die Corona-Politik würden immer wieder, in jüngerer Zeit zunehmend, instrumentalisiert und Eskalationen provoziert, begründete das Ministerium die Entscheidung. Anmelder und Organisatoren von Demonstrationen – vor allem Protagonisten der Querdenken-Bewegung – zeigten zum Teil deutlich, dass ihre Agenda über die reine Mobilisierung zu Protesten gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen hinausgehe.

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von Michael Streck

28.04.2021, 18:53 Uhr

Unser Autor Michael Streck lässt sich einmal in der Woche testen. Den Job übernehmen junge Freiwillige, die meisten von ihnen Studentinnen und Studenten. Sie kennen ihre Kommilitonen gerade nur als Kacheln. Höchste Zeit für eine Danksagung.  

Einmal in der Woche gehen wir zum Corona-Test. Nicht, dass es besonders schön wäre, sich in einem an Lobotomie erinnernden Prozedere ein Stäbchen durch die Nasenflügel Richtung Hirnstamm rammen zu lassen. Aber wenn in Deutschland gerade irgendetwas gut funktioniert, dann Stäbchen in Hirnstämme jagen. Testen klappt. Unser Corona-Testzentrum ist ein Sportlerheim ganz in der Nähe. An den Wänden hängen blaue und rot-weiße Wimpel, und Pokale erzählen Geschichten aus einer Zeit, als noch um Tore,…