Die Deutsche Bank hat in den ersten drei Monaten 2021 so gut verdient wie seit sieben Jahren nicht – und so den Grundstein für den angestrebten Jahresgewinn gelegt.

Nach Steuern und Zinszahlungen für bestimmte Anleihen entfällt auf die Deutsche-Bank-Aktionäre im ersten Quartal ein Gewinn von 908 Millionen Euro. Damit hat das Institut die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Konzernerträge stiegen auf 7,2 Milliarden Euro – das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

2020 hatte die Deutsche Bank im ersten Quartal noch 43 Millionen Euro Verlust geschrieben. Dennoch gelang Deutschlands größtem Geldhaus am Jahresende der erste Überschuss seit 2014.

In den ersten drei Monaten 2021 sorgte vor allem das Investmentbanking für Profit. Besonders gut lief es hier erneut im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen. Die Erträge in der Investmentbank stiegen um ein Drittel auf 3,1 Milliarden Euro.

Dagegen stagnierten die Einnahmen in der Privatkundenbank bei 2,2 Milliarden Euro, im Firmenkundengeschäft gingen sie um ein Prozent zurück auf 1,3 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank kämpft hier ebenso wie ihre Wettbewerber mit den niedrigen Zinsen im Euroraum.

Deutlich weniger Belastung als im Vorjahreszeitraum kam vonseiten der Risikovorsorge. Sie sank um 86 Prozent auf 69 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2020 hatte der Konzern die Risikovorsorge deutlich erhöht, weil er wegen der damals beginnenden Corona-Pandemie mit stark steigenden Kreditausfällen rechnete.

Deutsche Bank will weiter Filialen schließen

Konzernchef Christian Sewing sagte, dass die Deutsche Bank »nachhaltig profitabler« werde: »Wir haben unsere Erträge im Vergleich zu einem bereits starken Vorjahresquartal erneut gesteigert und bleiben gleichzeitig diszipliniert bei Risiken und Kosten.«

Angesichts der Zuwächse im Investmentbanking zeigte sich Deutschlands größtes Geldinstitut etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Die Erträge sollen im Vergleich zum Vorjahr in etwa…