„Designated Survivor“
Erste Joe-Biden-Rede: Warum es keinen „Notfall-Präsidenten“ gibt

Die USA haben angekündigt, bis zu 60 Millionen AstraZeneca-Impfdosen an andere Länder abzugeben. Die Einheiten des Vakzins würden für den Export freigegeben, sobald sie verfügbar seien, hieß es. Bislang seien bereits zehn Millionen AstraZeneca-Impfdosen in den USA produziert worden. Rund 50 Millionen weitere Einheiten befänden sich in verschiedenen Produktionsstadien. Sie könnten, sollte die Zulassung des Impfstoffes durch die US-Arzneimittelbehörde FDA erfolgen, im Mai und Juni exportiert werden. Die US-Regierung sieht vorerst keinen Bedarf an dem Impfstoff, während die EU um genügend Lieferungen kämpft. Regierungssprecherin Jen Psaki: „Bevor irgendwelche Dosen von AstraZeneca aus den Vereinigten Staaten verschifft werden, wird die FDA bestätigen, dass diese Dosen ihren Erwartungen an die Produktqualität entsprechen. Dies geschieht im Rahmen der laufenden Überprüfung aller Dosen durch die FDA, die in dem Werk hergestellt wurden.“ An welche Länder genau der AstraZeneca-Impfstoff gehen soll, ließ das Weiße Haus noch offen. Im März hatten die USA aber bereits angekündigt, rund vier Millionen Impfdosen nach Mexiko und Kanada zu schicken. Beide Länder hatten die USA um Hilfe gebeten. In den USA werden derzeit drei Impfstoffe genutzt: der Wirkstoff von BioNTech/Pfizer, von Moderna und von Johnson&Johnson.

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von Niels Kruse

28.04.2021, 12:59 Uhr

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