Bestellung nach Hause
Essens-Lieferdienste haben alle Hände voll zu tun

Ein guter Start in das laufende Geschäftsjahr stimmt den Lieferdienst Delivery Hero optimistisch für 2021. Foto: Britta Pedersen/dpa

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«Mal eben was bestellen» ist für viele einfacher als «mal eben was kochen». Homeoffice und Restaurant-Schließungen lassen die Liefer-Apps heiß laufen.

Eine ungebremste Nachfrage in der Corona-Pandemie lässt den Lieferdienst Delivery Hero von einem weiteren Boom-Jahr träumen.

Das Management um Konzernchef Niklas Östberg sieht gute Chancen, den Jahresumsatz verglichen mit dem Vorjahr auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der Konzern mit Sitz in Berlin profitiert weiter davon, dass Menschen aus Bequemlichkeit und Angst vor Ansteckungen mit dem Coronavirus verstärkt Essen und Waren nach Hause bestellen. Auch die weltweiten Corona-Ausgehbeschränkungen, die etwa das Abendessen im Restaurant kaum möglich machen, spielen Delivery Hero dabei in die Hände.

Der Konzern hat kein eigenes Deutschland-Geschäft, hier dominiert Lieferando. Auch dessen Mutter Just Eat Takeaway verzeichnet einen Bestellboom. Im ersten Quartal stiegen die Aufträge um fast 80 Prozent auf 200 Millionen, wie der Konzern kürzlich in Amsterdam mitteilte. Zu den besonders profitablen Märkten zähle Deutschland.

Zum Umsatzwachstum bei Delivery Hero dürfte auch die Anfang März abgeschlossene Übernahme des südkoreanischen Lieferdienstes Woowa beitragen. Auf vergleichbarer Basis rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus von bis zu knapp 90 Prozent.

Der Dax-Konzern nimmt für Wachstum weiterhin hohe Verluste in Kauf. «Wir wollen Marktführer in den Ländern werden, in denen wir bereits aktiv sind», sagte Östberg. Dabei rechnet das Unternehmen beim…