Sehen Sie im Video: 15 Menschen leben 40 Tage in einer Höhle ohne Sonnenlicht, Handy und Uhren.

Was passiert, wenn man sich einen Monat in eine dunkle Höhle zurückzieht? Wie verändert sich das Zeitgefühl? Und welche Auswirkungen hat das auf unseren Körper? 

15 Abenteuerlustige sind in einem einzigartigen Experiment diesen Fragen auf den Grund gegangen: 40 Tage verbringen die Frauen und Männer in einer Höhle in den französischen Pyrenäen – ohne Sonnenlicht, Uhren und bei einer Temperatur von nur etwa 10 Grad. 

„Das Gefühl für die Zeit zu verlieren, ist eine der größten Desorientierungen, die es gibt. Mit diesem Projekt wollen wir es besser verstehen“, heißt es auf der Webseite von „Deep Time“. 

Geleitet wird die Mission von Wissenschaftlern des Human Adaption Instituts. Neben Forschern waren aber auch Lehrer, eine Schmuckherstellerin und ein Arbeitsloser Teil der Gruppe in der Höhle. Anstatt Stunden zu zählen, haben die Teilnehmer die Zeit anhand ihrer Schlafzyklen gemessen. Alle waren am Ende des Experiments überrascht. 

Christian Clot: „Für uns war es eine Überraschung zu hören, dass wir 40 Tage hinter uns hatten. Wir selbst gingen davon aus, dass… Emily, was dachtest du, wie lange du bereits drin warst?“ 

Emily: „23.“  

Christian Clot:  
„Emily dachte, es seien 23 Tage. Die Mehrheit der Gruppe lag bei etwa 30 oder 31 Tagen. In unserer Vorstellung sind wir also erst vor 30 Tagen in die Höhle gegangen.“ 

Alle Teilnehmer wurden während der Zeit mit verschiedenen Geräten überwacht. Forscher hielten die Interaktionen, Schlafzeiten und Körperreaktionen fest. Zusammen mit einem Schweizer Labor werden diese Daten nun weiter ausgewertet, um noch mehr über die Wahrnehmung von Zeit und ihre Auswirkung auf uns Menschen zu verstehen.   

Quellen: Deep Time, ABC

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