Verkehrspolitik
Radverkehr: Fahrradlobby und Kommunen hoffen auf Trendwende

Verkehrsminister Scheuer will in Hamburg Details des neuen Nationalen Radverkehrsplans vorstellen. Foto: Markus Scholz/dpa

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Bis 2030 soll sich auf den deutschen Straßen für Fahrradfahrer einiges verbessern. Das hat sich der Bund vorgenommen und will dafür auch Geld in die Hand nehmen.

Die Fahrradlobby und die Kommunen sehen große Chancen für eine verkehrspolitische Trendwende zugunsten des Radfahrens. Rückenwind erhoffen sie sich vom Bund, der in der vorigen Woche einen Nationalen Radverkehrsplan aufgestellt hatte.

Er enthält Handlungsempfehlungen und Strategien, um bis 2030 den Radverkehr auf dem Land und in der Stadt zu fördern und die Bundesrepublik bis zum Ende des Jahrzehnts zum «Fahrradland» auszubauen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will Details am Dienstag bei einem Kongress in Hamburg präsentieren. Nach der Verabschiedung des Plans hatte der CSU-Politiker angekündigt, der Bund investiere bis 2023 etwa 1,46 Milliarden Euro in den Radverkehr. Die finanzielle Förderung des Radverkehrs durch Bund, Länder und Kommunen solle sich perspektivisch an rund 30 Euro je Person und Jahr orientieren, doppelt so viel wie 2020.

Die vom Bund seit Ende Januar zur Verfügung gestellten Sonderzahlungen für den Ausbau der Radinfrastruktur werden nach Scheuers Angaben von Ländern und Gemeinden stark nachgefragt. «Circa 150 Kilometer neue Radwege und 1790 neue Fahrradstellplätze wurden in den ersten drei Monaten beantragt», sagt der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «79 Millionen Euro Finanzhilfen aus dem Sonderprogramm sind dafür schon gebunden, und die nächsten Anträge aus den Ländern werden bereits geprüft.» Unter bereits bewilligten 144 Maßnahmen seien neben neuen Radwegen und Fahrradstellplätzen auch 17 Radwegbrücken beziehungsweise…