Eine wirre Äußerung des ehemaligen Trump-Beraters Larry Kudlow hat auf Twitter für Spott und Häme gesorgt. Der frühere Wirtschaftsberater von Ex-Präsident Donald Trump wetterte beim US-Sender Fox über den geplanten »Green New Deal« von US-Präsident Joe Biden – und behauptete, die Amerikaner würden künftig gezwungen, kein Fleisch mehr zu essen. Auch Bier sei dann nicht mehr wie zuvor – sondern »pflanzlich«.

Kudlow moderiert auf »Fox Business« eine wöchentliche Sendung. Darin behauptete er jüngst, durch Bidens Klimaschutzziele würden US-Bürgerinnen und US-Bürger dazu genötigt, weder Fleisch noch Fisch, Meeresfrüchte, Eier oder Milchprodukte zu essen. Für den Unabhängigkeitstag skizziert er ein Drohszenario: »Keine Burger mehr am 4. Juli, keine Steaks auf dem Grill. Macht euch bereit: Ihr könnt dann ein pflanzliches Bier zischen, Rosenkohl grillen und die US-Flagge schwenken.«

»Danke, Joe Biden«

Vor allem die Aussage, dass es dann nur noch »pflanzliches Bier« gebe, belustigte viele Beobachterinnen und Beobachter der Szene. Auf Twitter mischte sich unter anderem der demokratische US-Senator Chuck Schumer ein. Die Oscars habe er mit einem »pflanzlichen Bier« geschaut, postete Schumer mit einem Foto von sich. »Danke, Joe Biden«, fügte er ironisch hinzu.

Bier besteht seit 505 Jahren aus Pflanzen: Hopfen und Malz. So sieht es das damals niedergeschriebene deutsche Reinheitsgebot vor. Fleisch hingegen hat im Bier nichts zu suchen. Selbst, wenn man sich nicht an das Reinheitsgebot hält, dürften nur wenige Brauerinnen und Brauer in Versuchung geraten, Hühnchen oder Rind ins Bier zu mischen.

»Nur Falschbehauptungen über böse Liberale«

Der »New York Times«-Kolumnist Paul Krugman kritisierte, was Kudlow hier tue, sei bewusst, Nebelkerzen zu werfen: »Es gibt, selbstredend, keine Fleischverbote in Bidens Plan.« Das sei, was der rechte Flügel mache: »Es sind nur Falschbehauptungen über böse Liberale, von denen man hofft, sie werden…