Die Pandemie hat die gängigen Wirtschaftskennzahlen auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Das Bruttoinlandsprodukt ist abgeschmiert und der Reiseverkehr. Dafür ging die Nachfrage nach Klopapier plötzlich durch die Decke.

Doch wie schlägt sich das Land genau in der durch das Coronavirus ausgelösten Wirtschaftskrise? Wie drastisch fällt die Neuverschuldung des Staates aus, verglichen mit früheren Krisen?

In den folgenden Grafiken können Sie eine Schätzung abgeben, wie sich die Lage entwickelt hat. Sie können mit der Maus oder auf dem Handy per Finger die Grafik vervollständigen. Danach wird die tatsächliche Entwicklung eingeblendet. Ein Tipp für Mobilnutzer: Wenn Sie Ihr Telefon drehen, werden die Grafiken im Querformat angezeigt.

Die Wirtschaftsleistung

Der Absturz war tief, und er kam jäh: Als die Coronapandemie die Bundesrepublik traf, beendete sie auch eine der längsten Wachstumsphasen in der Geschichte der Bundesrepublik. Allerdings zeigen die Quartalsdaten des Statistischen Bundesamts auch: Deutschlands Wachstumsmotor war auch 2019 bereits merklich ins Stottern geraten. Doch wie tief genau fiel der Abschwung aus?

Die Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik ist im Jahr 2020 um knapp fünf Prozent geschrumpft und betrug noch 3,3 Billionen Euro.

Einen etwas besseren Einblick in die Anatomie der Coronarezession gibt der Blick auf die Wachstumsraten pro Quartal (kalender- und saisonbereinigt). Er offenbart auch, wie sehr sich die Krise vom Muster des letzten großen Wirtschaftsabschwungs unterscheidet, der weltweiten Finanzkrise der Jahre 2008/09.

Der erste Lockdown im Frühjahr 2020 hat Deutschland – und viele Firmen – kalt erwischt. Weite Teile der Wirtschaft legten eine Art sudden stop hin, eine plötzliche Vollbremsung. Die Ursachen waren durchaus unterschiedlicher Natur: Während Restaurants und Geschäfte behördlich zur Schließung gezwungen wurden, machten viele Industriebetriebe wie Autofabriken ihre Standorte selbst dicht. Ihnen fehlte es an…