Wissenschaft
Satelliten aus Holz und gebrauchte Raketen: Das Ende der Wegwerf-Raumfahrt

Beim Wisa Woodsat handelt es sich um einen sehr einfach Satelliten – aus Holz

© Wisa Woods / PR

Die längste Zeit war die Raumfahrt vom Wegwerf-Gedanken geprägt. Doch das hat sich geändert. Der neue Trend sind wiederverwendete Raketen – und Satelliten aus Holz.

Einmal ins All geschossen, bleiben viele Raumfahrt-Objekte als Schrott zurück – und das trotz Millionenkosten. Jahrzehntelang machte man sich in der Raumfahrt um Ressourcen-Verschwendung eher weniger Sorgen. Jetzt machte sich das erste Mal eine Crew mit einer wiederverwendbaren Rakete auf den Weg zur Raumstation ISS. Und gleich zwei Länder wollen den Müll im Orbit reduzieren – mit Satelliten aus Holz.

Der Start zur ISS ist nicht der erste, in dem eine wiederverwendbare Rakete oder Raumkanzel benutzt werden. Aber der erste, in dem beide verwendeten Vehikel schon vorher einmal im All waren. Die Rakete, eine Falcon 9 B1061 von Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX hatte schon im November erstmals einen bemannten Testflug hinter sich, das Dragon-Shuttle war bereits im letzten Mai einmal bemannt geflogen. Und natürlich waren beide erfolgreich zurückgekehrt.

Erfolgreicher Recycling-Trip

Um keine unnötigen Risiken einzugehen wurden beide Fluggeräte vor dem Start ausführlich auf mögliche defekte Teile geprüft, berichtet „Ars Technica“. Der Nasa zufolge habe man keinen der neun Merlin-Antriebe austauschen müssen, es seien aber zwei Turbinen-Räder im Innern ausgewechselt worden. Die sind nach Angaben der beteiligten Experten besonders gefährdet, unter Belastung Haarrisse zu entwickeln und dann springen zu können. 

„Wir sind uns des Designs schon sehr sicher, aber wir mussten uns die Benutzung genau ansehen, um schauen zu können, unter welchen Bedingungen Risse entstehen könnten, sagte…