Über Geld redet man bei solchen Gelegenheiten ja fast nie, sondern über die große Freude, die Herausforderung, die Dankbarkeit für den scheidenden Coach und, und, und. So war es auch an diesem Dienstag, als nach tagelangem Geraune endlich die Verpflichtung von Julian Nagelsmann als neuer Cheftrainer beim FC Bayern München bestätigt wurde. Offiziell. Alles andere wäre jetzt auch eine ziemliche Pleite gewesen für die Bayern, die Ersatz suchten für ihren abwanderungswilligen Meistertrainer Hansi Flick. 

Der Oberbayer beim Traumverein

Und so übernimmt der gebürtige Oberbayer Nagelsmann ab der kommenden Saison seinen Traumverein. Sein bisheriger Klub darf sich, glaubt man den Berichten der vergangenen Tage, über eine gehörige Einnahme freuen. 30 Millionen. Eine 3 und sieben Nullen. Oder auch so: 30.000.000. Derart viel Geld wollte man bei RB zunächst dafür, dass der Erfolgstrainer Nagelsmann wechseln darf. Später war dann noch von 25 Millionen die Rede, was trotz des Skontos immer noch nicht die Kriterien eines günstigen Einkaufs erfüllt.

Da RB ja momentan der einzig echte Verfolger der Bayern in der Bundesliga ist, hat ein solcher Wechsel ja durchaus seine Pikanterie. Das Schmerzensgeld für den „versetzten“ Klub könnte da gar nicht hoch genug ausfallen, meint der gemeine Fußballfan. Bereits bei Nagelsmanns Wechsel 2019 von der TSG 1899 Hoffenheim nach Leipzig waren fünf Millionen Euro Ablöse fällig.

Den Nachfolger in der Hinterhand

Fragt man Eingeweihte, so ist ein solcher Deal Tagesgeschäft. Der Kölner Spielerberater und -vermittler Jörg Neblung nennt es „überfällig“, dass auch für leitende Angestellte der Vereine, wie es ein Coach eben ist, Ablösesummen gezahlt werden. „Ein Trainer hat doch einen viel größeren Impact auf die Mannschaft als unter Umständen ein Stürmer“, sagt Neblung im Gespräch mit der DW. Auch für Co-Trainer oder Chefscouts seien bei Vereinswechseln durchaus Zahlungen üblich.

Mit Blick auf die Summen sollte man…