Mondlandefähre
Jeff Bezos gegen Elon Musk: Blue Origin geht gegen Nasa-Auftrag für SpaceX vor

Blue Origin, gegründet von Jeff Bezos, will eine Ausschreibungsniederlage gegen SpaceX und Elon Musk nicht hinnehmen

© Blue Origin/ / Picture Alliance

Blue Origin legt Beschwerde beim US-Rechnungshof ein. Es will sich nicht mit der Entscheidung der Nasa zufriedengeben, die neue Mondlandefähre vom Konkurrenten SpaceX bauen zu lassen. 

Das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründete Raumfahrtunternehmen Blue Origin möchte die Entscheidung der Nasa, ihre neue Mondlandefähre vom Konkurrenten SpaceX, dessen CEO Tesla-Chef Elon Musk ist, bauen zu lassen, nicht akzeptieren. Am Montag (Ortszeit) legte Blue Origin legte Beschwerde beim US-Rechnungshof gegen die vor anderthalb Wochen verkündete Entscheidung der US-Raumfahrtbehörde ein. Das sogenannte Government Accountability Office (GAO) prüft vom US-Kongress beauftragte Dienste.

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Fehlerhafte Ausschreibung?

Die Ausschreibung sei „fehlerhaft“ gewesen und die Nasa habe wichtige Vorgaben erst „in letzter Minute“ formuliert, hieß es in einer Stellungnahme, die Blue Origin an die Nachrichtenagentur AFP sandte. Die Entscheidung für SpaceX zerstöre nicht nur „Wettbewerbsmöglichkeiten“, sondern „verzögert, aber gefährdet auch Amerikas Rückkehr zum Mond“ bis zum Jahr 2024, hieß es darin.

Blue Origin argumentiert, die Nasa habe die Risiken ihres Auftrags an SpaceX außer Acht gelassen. Schließlich müsse das Unternehmen für den Mond eine völlig neue Raumfähre entwickeln. Die ersten Tests des Prototyps endeten in den vergangenen Monaten wiederholt mit spektakulären Explosionen. Blue Origin hingegen hatte sich für die Nasa-Ausschreibung mit den drei…