Das von Amazon-Gründer Jeff Bezos unterstützte US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin geht gegen die Vergabe des Nasa-Auftrags für eine Mission zum Mond an den Rivalen SpaceX vor. »Die Nasa hat ein fehlerhaftes Auftragsvergabeverfahren für das Programm durchgeführt und die Anforderungen in letzter Minute verändert«, sagte Blue Origin zur Begründung des Widerspruchs beim US-Rechnungshof GOA (Government Accountability Office).

Das Vorgehen der US-Raumfahrtbehörde verhindere Wettbewerbsmöglichkeiten, enge die Angebote erheblich ein und verzögere nicht nur, sondern gefährde auch Amerikas Rückkehr zum Mond, schrieb Blue Origin in dem 50-seitigen Papier.

Die Nasa hatte dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Pionier Elon Musk, das vor wenigen Tagen erstmals ein Team mit einer gebrauchten Rakete zur Raumstation ISS beförderte, diesen Monat einen 2,9 Milliarden Dollar Auftrag zum Bau eines Raumfahrzeugs erteilt. Das Raumfahrzeug soll erstmals seit 1972 wieder Astronauten zum Mond bringen. Musk selbst hatte erst diese Woche seine Mondambitionen für SpaceX betont. Es sei »zu lange her«, dass Menschen dort gewesen seien, sagte er. »Wir müssen dorthin zurückkehren.«

Mit dem Zuschlag setzte sich Musks Konzern gegen die Konkurrenten Blue Origin und dem Rüstungskonzern Dynetics durch. Blue Origin hatte sich auf das Projekt in Kooperation mit Lockheed Martin, Northrop Grumman und Draper beworben.

Auch bei Musks wohl bekanntester Firma, dem Elektroauto-Unternehmen Tesla, läuft es rund. Im ersten Quartal 2021 verdiente sie so viel wie noch nie. Der bereinigte Gewinn (Ebitda) stieg binnen Jahresfrist um 94 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern am Montag bekannt gab, der Umsatz um 74 Prozent auf knapp 10,4 Milliarden Dollar.

Wie stark leidet Tesla unter dem Chipmangel?

Trotz dieser überraschend guten Zahlen fiel die Tesla-Aktie nachbörslich um drei Prozent. »Höhere Umwelt-Zertifikate, niedrigere Steuern und Bitcoin-Verkäufe haben dem Ergebnis Auftrieb…