Drei in Burkina Faso entführte Europäer sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen des westafrikanischen Staates getötet worden. Terroristen hätten die beiden spanischen Journalisten und einen Iren „exekutiert“, hieß es vonseiten einer ranghohen Quelle. Die Männer waren am Montag mit einer Gruppe von Umweltschützern unterwegs und dort attackiert worden. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bestätigte inzwischen den Tod seiner Landsleute.

Zu dem Konvoi gehörten Soldaten, Wildhüter und ausländische Journalisten. Sie befanden sich auf einer Patrouille zur Bekämpfung der Wilderei. Auf einer Straße zwischen den Städten Fada N’Gourma und Pama im Südosten hätten sich Bewaffnete auf zwei Pritschenwagen und rund einem Dutzend Motorrädern genähert und die Gruppe angegriffen, schreibt die spanische Zeitung „El País“ unter Berufung auf die burkinischen Sicherheitskreise. Dann seien mehrere Personen verschleppt worden.

Im Fadenkreuz von Dschihadisten

Die ehemalige französische Kolonie Burkina Faso liegt in der Sahelzone. Sie wird immer wieder von islamistischen Terrorgruppen heimgesucht, die aus dem benachbarten Mali eindringen. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Entführungen. Im Januar wurde im Südosten des Landes ein Geistlicher verschleppt. Im August 2020 war der Imam der Stadt Djibo tot aufgefunden worden, nachdem Unbekannte ihn ebenfalls als Geisel genommen hatten. Im Februar 2018 war ein katholischer Missionar im Zentrum des Landes getötet worden.

jj/fab (dpa, afp, rtr)