Laut CSU-Generalsekretär Markus Blume waren viele der bundesweiten Online-Mitgliedschaftsanträge nicht echt. Es seien Tausende von Fake-Anmeldungen generiert worden. Die IT-Abteilung der Partei sei aber in der Lage gewesen, diese Anmeldungen zu identifizieren.

Bereits vor einigen Tagen hatte die Aktivistengruppe Anonymous Germany auf Twitter darauf hingewiesen, dass man aufgrund einer Sicherheitslücke auf der CSU-Website mühelos etliche Beitritte simulieren könne. »Solch ein Skript ist schnell geschrieben«, heißt es dort. Die Fake-Anmeldungen könnten also auf Bots der Aktivisten zurückzuführen sein. Ob sie jedoch hinter allen Fällen stecken, ist unklar.

Unabhängig von den falschen Profilen erlebt die Partei laut Blume eine regelrechte Eintrittswelle zu erleben. Die Partei habe weit mehr als 3000 neue Mitglieder innerhalb von einer Woche verzeichnet – die Fake-Anmeldungen seien dabei bereits aussortiert worden. Blume bezeichnete den Zuspruch als »ein wirklich sehr starkes Zeichen«. Es zeige auch, welche Bindekraft die CSU deutschlandweit für die Union habe.

Die CSU hatte schon kurz nach dem Verzicht von Parteichef Markus Söder und der Ausrufung von CDU-Chef Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten einen sprunghaften Anstieg von Anfragen nach Onlinemitgliedschaften verzeichnet. Die Partei bietet seit September 2020 diese Option an, für die man keinem Ortsverband angehören muss. CSU-Onlinemitglieder haben damit zwar kein innerparteiliches Stimmrecht, können sich aber digital in die Parteiarbeit einbringen.