In der Coronapandemie steht das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem angesichts rapide steigender Infektionszahlen vor dem Zusammenbruch. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Neu Delhi. In zahlreichen Krankenhäusern sind medizinischer Sauerstoff und Medikamente knapp. Angehörige von Corona-Patienten suchen im Internet verzweifelt nach freien Krankenhausbetten.

Mit Sundar Pichai von Google und Satya Nadella von Microsoft haben nun zwei in Indien geborene Spitzenmanager versprochen, dem Land zu helfen. Es gehe darum, den Mangel an medizinischem Sauerstoff zu bekämpfen sowie Wissen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Google kündigte an, als Firma gegen die akute Krise 18 Millionen Dollar für Opfer und medizinische Versorgung in Indien bereitzustellen. Google-Chef Pichai wolle zudem persönlich 700.000 Dollar für Unicef-Projekte in Indien spenden. Außerdem gibt das Unternehmen 15 Millionen Dollar für Informationskampagnen zur öffentlichen Gesundheit aus.

Microsoft-Chef Satya Nadella hatte zuvor auf Twitter mitgeteilt: »Ich bin untröstlich über die aktuelle Situation in Indien.« Er sei dankbar, dass die US-Regierung nun helfen wolle. Zusätzlich wolle auch sein Unternehmen »seine Stimme, seine Ressourcen und seine Technologie nutzen, um die Hilfsbemühungen zu unterstützen und den Kauf von kritischen Sauerstoffkonzentrationsgeräten zu fördern«.

Nadella und Pichai sind zwei der erfolgreichsten indischstämmigen Spitzenmanager weltweit. Nadella arbeitet seit 1992 bei Microsoft. Pichai wuchs laut CNN ohne Computer auf, studierte jedoch später an der Stanford University und ist seit 2004 bei Google.

Lufthansa hält Flugverbindungen nach Indien vorerst aufrecht

In Indien stecken sich derzeit täglich Hunderttausende Menschen neu mit dem Coronavirus an, zahlreiche Kliniken sind überlastet, der Sauerstoff ist vielerorts knapp. Welche Rolle bei dem jüngsten Ausbruch die indische Mutante B.1.617 spielt, ist bisher unklar – sie scheint…