Vorstoß auf EU-Ebene
Klöckner will Herkunft von Eiern auf Lebensmitteln ausweisen

Woher stammen Eier in Lebensmitteln? CDU-Agrarministerin Julia Klöckner will Verbrauchern diese Frage künftig beantworten – und hofft auf Herstellerseite auf einen Anreiz für bessere Tierhaltung. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

© dpa-infocom GmbH

Bio oder Bodenhaltung – aus welchen Legeverhältnissen stammen die Eier in der Mayonnaise? Das ist oft nicht erkennbar. Bundesagrarministerin Klöckner will das ändern. Und bekommt Applaus von EU-Kollegen.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz bei Lebensmitteln – auch deswegen erhält Bundesagrarministerin Julia Klöckner viel Zuspruch für einen entsprechenden Vorstoß für mehr Lebensmittelkennzeichnung.

Am Montag setzte sie sich auf EU-Ebene dafür ein, dass auf Verpackungen von Lebensmitteln mit Eiern – wie etwa Mayonnaise, Nudeln oder Keksen – stehen muss, aus welchen Legebedingungen die Eier stammen. Das kommt gut an: In seltener Einigkeit lobten Umwelt- und Tierschützer, Bauernverband und Politiker den Vorstoß der CDU-Politikerin.

Aus dem deutschsprachigen Raum lautet die bislang einzig laut gewordene Kritik: Die Initiative hätte schon deutlich früher kommen sollen.

Auch viele EU-Länder stimmen dem Vorschlag zu – Zuspruch kommt unter anderem aus Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Italien. Frankreich stimmte dem Vorhaben ebenfalls grundsätzlich zu – forderte in einer Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister jedoch auch Regeln für importierte Lebensmittel. Es brauche einen harmonisierten Vorstoß.

«Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich transparente Informationen», begründete Klöckner die Initiative vor ihren Amtskolleginnen und -kollegen. Die Kennzeichnung würde einen Anreiz für bessere Tierhaltung geben. Es habe…