Studie
Experten: Klimaneutralität in Deutschland schon 2045 möglich

Strom aus erneuerbaren Energien ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass Deutschland klimaneutral wird. (Symbolbild) Foto: Federico Gambarini/dpa

© dpa-infocom GmbH

Damit Deutschland früher treibhausgasneutral wird, müssen Bedingungen erfüllt sein: Experten nennen ein Ende der Kohleverstromung bereits 2030 – und auch Verbrenner sollen schneller von den Straßen.

Schnellerer Kohleausstieg, mehr Tempo beim Ökostrom-Ausbau, viel mehr Elektroautos: Mit Maßnahmen wie diesen halten es Klimaexperten für möglich, dass Deutschland schon 2045 das Ziel der Klimaneutralität erreicht. Das Ziel der Politik ist bisher das Jahr 2050.

Ein um fünf Jahre vorgezogenes Zieljahr würde knapp eine Milliarde Tonnen CO2-Emissionen einsparen, heißt es in einer Studie der Organisationen Stiftung Klimaneutralität, Agora Energiewende und Agora Verkehrswende. Dafür müssten Klimaschutztechnologien wie Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Elektrifizierung und Wasserstoff noch schneller hochgefahren werden.

Damit Deutschland bereits 2045 treibhausgasneutral wird, ist es laut Szenario konkret notwendig, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 aus der Kohleverstromung aussteigt – bisher ist das Ziel spätestens 2038.

Für die Windkraft sowie die Photovoltaik halten die Studienautoren deutlich höhere Ausbaumengen für nötig. Wasserstoff solle zunehmend an Bedeutung gewinnen und nach 2040 Erdgas als wichtigsten Energieträger für die regelbare Stromerzeugung ablösen – in Zeiten, wo weder ausreichend Sonnen- noch Windenergie zur Verfügung stehe.

Im Verkehrsbereich müsste laut Studie die Elektrifizierung deutlich schneller vorangehen. Bereits ab dem Jahr 2032 sollten keine Pkw mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Im Jahr 2030 sollten bereits 14 Millionen Elektro-Pkw…