Die Organisationen des im Straflager inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny dürfen nach Angaben seines Teams nicht mehr arbeiten. Ein Gericht in Moskau habe das Arbeitsverbot verfügt, teilte der Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung, Iwan Schdanow, am Montag mit. Das Verbot gelte, bis über einen Antrag der Moskauer Staatsanwaltschaft entschieden werde, die Organisationen als extremistisch einzustufen. Dann könnten die Nawalny-Organisationen ganz verboten werden.

Bereits vergangene Woche sind Sicherheitskräfte gegen Unterstützer des russischen Oppositionellen vorgegangen. Bei landesweiten Demonstrationen für den inhaftierten Nawalny sind in Russland nach Angaben einer Beobachtergruppe Hunderte Menschen festgenommen worden. Bereits im Vorfeld der Proteste mit Tausenden Teilnehmern war die Polizei zudem massiv gegen Anhänger Nawalnys vorgegangen. In fast 30 Städten gab es laut OVD-Info Razzien und Festnahmen. Unter anderem wurde Nawalnys Büro in St. Petersburg durchsucht und seine Vertrauten Ljubow Sobol und Kira Jarmysch wurden festgenommen.

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