Strahlungsblocker
Mitten im Tschernobylreaktor gedeiht ein schwarzer Pilz – er ernährt sich von der Strahlung.

Die Miniserie „Chernobyl“ von HBO dramatisierte das Reaktor-Unglück.

© Sky UK Ltd/HBO/ Liam Daniel / PR

von Gernot Kramper

26.04.2021, 09:59 Uhr

Der mysteriöse Pilz frisst die Strahlung auf. Forscher der NASA wollen mit ihm Raumschiffe gegen kosmische Strahlung schützen. Der Pilz könnte aber auch Krebspatienten helfen.

Im Inneren des havarierten Tschernobyl-Reaktors leben Organismen trotz der hohen Strahlung. Eines der interessantesten Lebewesen ist ein schwarzer Pilz, der sich in dem Gebäude eingenistet hat. Er ernährt sich von der Strahlung und kann sie in Energie umsetzen. Entdeckt wurde die seltsame Spezies schon 1991, nur fünf Jahre nach dem Unglück. „Nach dem Unfall waren Pilze die ersten Organismen, die dort auftauchten, und die Wissenschaftler wollten verstehen, wie sie in einer solchen Umgebung gedeihen können“, sagte Kasthuri Venkateswaran zum Portal  „Stat“. Er leitet die Forschung der NASA über den Strahlen-Pilz.

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Im Reaktorblock hat sich der Pilz ausgerechnet dort heimisch gemacht, wo die höchste Strahlung herrscht – er gedeiht auf den Resten des Reaktorblocks. Der Pilz kann radioaktives Material wie den heißen Grafit in den Überresten des Tschernobyl-Reaktors zersetzen. In Gegenwart der Strahlung wachsen die Pilze schneller. Sie richten sich auf die Strahlungsquelle aus, um dort hinzuwachsen, so als ob sie nach ihrer Nahrung greifen würden.  

Blüht in der Strahlung auf

Dieser Pilz wurde nun auf der internationalen Raumstation gezüchtet, denn man will seine erstaunlichen Eigenschaften für die Raumfahrt nutzen, berichtet „Popular Mechanics“ in Hinblick…